Das Umsetzungskonzept

wurde von unserem KEM-Manager Jakob Fröhling in Abstimmung mit allen Beteiligten erarbeitet. 

Downloadlink zum gesamten Konzept:

Deckblatt Studie


Kurzfassung

Das Triestingtal war bereits in den vergangenen Jahren für Innovationen aufgeschlossen. Auch im Bereich Klima und Energie gibt es Vorzeigeprojekte, die eine Einhaltung der gesetzten Ziele unterstützen. Die Gründung der Klima- und Energiemodellregion (KEM) dient einer Vernetzung der vorhandenen AkteurInnen, Forcierung der Tätigkeiten und dem Austausch über Gemeindegrenzen hinweg, um Multiplikatoreneffekte zu nutzen. 

Potentiale wurden in folgenden Bereichen ersichtlich: 

• PV-Ausbau: Kooperation mit landwirtschaftlichen Betrieben im oberen Triestingtal und mit nicht landwirtschaftlichen Betrieben im unteren Triestingtal, um den PV-Ausbau mit großen Dachflächen voranzutreiben. 

• Erneuerbare Energiegemeinschaften: Enger Austausch unter den Gemeinden fördern, um Gemeindegrenzen übergreifende Lösungen zu denken. 

• Bürgerbeteiligung: Nicht alle BürgerInnen haben die Möglichkeit durch eine eigene PV-Anlage oder ähnliches an der Energiewende direkt teilzuhaben. Mit der Umsetzung von Bürgerbeteiligungsprojekten soll jeder und jedem die Möglichkeit gegeben werden, ein aktiver Teil davon zu sein. 

• Energieeffizienz: Maßnahmen wie die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED sind schon fortgeschritten. Es gibt noch viele weitere dieser oder ähnlicher Maßnahmen, um Energieverluste zu reduzieren. Alternative Gebäudekühlmethoden sind ein Baustein, um den Energieverbrauch langfristig zu minimieren. 

• Sanierung: Die Gebäudestruktur im Triestingtal weist einen hohen Anteil an Gebäuden älter 30 Jahre auf. Viele dieser Gebäude sind noch nicht saniert und haben veraltete Heizsysteme. Kommunale Gebäude sollen als Vorzeigeobjekte fungieren. 

• Aktive Mobilität: Der Ausbau des Fahrradanteils kann durch multimodale Verkehrsknotenpunkte verstärkt werden. 

• Bewusstseinsbildung: Die Reichweite von Regional- und Gemeindezeitungen dient zur Bewusstseinsbildung. Vorzeigeprojekte aus den vorangegangenen Punkten zeigen die Vorteile von Klima- und Energieprojekten auf und tragen so zu einer weitreichenden Umstellung der Privathaushalte bei. 

• Individualverkehr und Öffentlicher Verkehr: Die Auslastung der B18, welche durch das Tal verläuft, zeigt die Ausmaße der motorisierten Individual-Mobilität. Eine Reduktion dieser geht mit einer Steigerung des ÖV-Anteils einher. Die Bahnverbindung bis Weissenbach deckt einen großen Teil des Triestingtals ab, aber die letzte Meile zum Zielpunkt ist oft sehr umständlich oder gar nicht zu bewältigen. Hier sind neue Mobilitätsformen vom Car-Sharing bis hin zu Micro-ÖV in Form von Ruftaxis zu analysieren. 

• Regionale und gesunde Ernährung: Durch die Pandemie befördert, ist Regionalität ein wichtiges Thema in der Bevölkerung geworden. Das Angebot ist in den letzten Jahren gewachsen und soll noch weiter unterstützt werden. Neue Konzepte wie Food-Sharing oder ein Klimamenü für die Gastronomie können den CO2-Fußabdruck unserer Ernährung reduzieren, die Gesundheit fördern und das Bewusstsein dafür schärfen. 


Der gemeinsame Antrag, KEM Region zu werden, zeigt das Interesse der zwölf beteiligten Gemeinden auf. Klimaschutz und Energieeinsparung ist auf kommunaler Ebene angekommen und suchen professionelle Unterstützung. Hier wird der Modellregionsmanager tätig. In den kommenden zwei Jahren der Umsetzungsphase werden alle vorhandenen Potentiale genau betrachtet, um Projekte zu initiieren und in deren Umsetzung zu begleiten.